Hörverständnistraining mit TV-Serien: Von Father Ted bis The Wire

Dass wir bei SATZGEWINN ein ausgesprochenes Faible für Fernsehserien britischer und amerikanischer Provenienz haben, ist ja hier im Blog schon das eine oder andere Mal angeklungen (hier zur Erinnerung unsere Artikel zu den Serien von Ricky Gervais , zu Louie und The West Wing).

Fremdsprachliches Hörverständnis schulen

Natürlich schauen auch wir diese Serien vor allem, weil sie spannend, toll ausgestattet oder lustig – sprich unterhaltsam – sind. Doch hat das Ganze natürlich auch positive Nebeneffekte: Serien sind ideal, um auch nach Feierabend weiter an seinen Sprachkenntnissen zu arbeiten und das fremdsprachliche Hörverständnis zu schulen. Hier ist deshalb einmal eine höchst subjektive Auswahl einiger unserer Favoriten und ihres Schwierigkeitsgrades für Nicht-Muttersprachler.

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The Sopranos, Beste Serie aller Zeiten (The Writers Guild  of America) Bild: moviepilot.de

 

The West Wing

Drehbuch-Ikone Aaron Sorkin war bei The West Wing federführend. Damit dürfte klar sein, wie hier geredet wird: Die Figuren sprechen extrem flott, elegant, wort- und wendungsreich, sprich: wie gedruckt. Eigentlich wird, zumindest in den ersten Staffeln, praktisch die ganze Zeit nur durch die Flure des weißen Hauses gegangen und wasserfallartig gequatscht. Das ist nicht jedermanns Sache, und auch bei SATZGEWINN herrscht Uneinigkeit, ob das nun nervt oder toll ist. In jedem Fall kann man aber in kürzester Zeit viel guten, englischsprachigen Dialog hören und lernt, wenn man ein bisschen am Ball bleibt, so einiges über amerikanische Politik. Oder zumindest ihre Terminologie. Ähnlich verhält es sich übrigens mit dem neueren Pendant „House of Cards“, nur mit weniger Worten und dafür etwas mehr Action.

The Office (UK)

Ricky Gervais’ „Office“ und die Nachfolgeserie „Extras“ hatten wir bereits ausführlich vorgestellt [nochmal verlinken?]. Rein sprachlich ist davon auszugehen, dass viele Zuschauer in Deutschland, die sich für englischsprachige Serien im Original begeistern können, tendenziell eher zu US-Ware greifen. Auch dem Verfasser dieses Beitrags fällt es meist leichter, amerikanischem Englisch zu folgen. Umso wichtiger, öfters mal zu UK-Serien zu greifen. Die schulen nicht nur das Hörverständnis für British English, sondern sind zudem auch einfach eine ganze Ecke komischer und bissiger als ihre amerikanischen Remakes. Deshalb unsere Empfehlung: Unbedingt zu The Office UK greifen. Ebenfalls toll: Peep Show, Sherlock und The IT Crowd!

Father Ted

Father Ted genießt in gewissen Kreisen Kultstatus, aber diese sind wahrscheinlich überschaubar. Zugegebenermaßen ist die Serie um drei irische Priester auf Abwegen humortechnisch auch schon etwas angestaubt. Letztlich hat sie aber dennoch zahllose rasend komische Momente und besticht für Anglophone vor allem mit ihrer Irischhaftigkeit (auch wenn sie vom britischen Sender Channel 4 produziert wurde). Das irische Englisch klingt nämlich schon wieder ganz anders als das britische. Hätten Sie’s gedacht? Klare Empfehlung also!

The Sopranos

Mit den Sopranos läutete der US-Bezahlsender HBO einst ein neues goldenes Zeitalter für TV-Serien ein. Und auch rund 8 Jahre nach ihrem Ende gibt es nur wenig, was qualitativ an die Geschichte von „Familienmensch“ Tony Soprano heranreicht. Rein sprachlich ist die Serie eine echte Herausforderung: Als hätte es der New-Jersey-Akzent der Mafiapaten nicht so schon in sich, ist er durchsetzt mit Italianismen und anderem schwer verständlichen Zeugs. Vielleicht einfach erst einmal auf Deutsch und dann nochmal auf Englisch ansehen!

The Wire

Über The Wire wird immer wieder geschrieben, dass selbst die Amerikaner sich die Serie nur mit Untertiteln ansehen. Was nachvollziehbar wäre, denn hier kann man das Englische in seiner ganzen Vielfalt erleben: Drogendealerslang trifft auf Polizei-Lingo, Hafenarbeitersprache auf Kommunalpolitiker-Kauderwelsch, Gerichtsmediziner-Fachsprache auf Junkie-Englisch. Erklärt wird dabei nichts, die Figuren sprechen in der ihnen eigenen Art mit Kürzeln, Slangausdrücken und Regionalismen. Definitiv keine leichte Kost, ganz abgesehen davon, das die Handlungsbögen extrem lang ausgelegt sind und The Wire womöglich über eines der größten Ensembles verfügt, das es je in einer TV-Serie gab. Dennoch lohnt sich die Mühe – auch nach mehrmaligem Schauen entdeckt man immer noch neues (oder versteht plötzlich Zusammenhänge, die einem zuvor entgangen waren). Deshalb ersetzt The-Wire-Gucken praktisch die Vorbereitung auf das Hörverständnis-Kompetenzniveau C2!

Weitere TV-Serien, die nicht nur einen hohen Entertainment-Faktor haben, sondern auch Ihre Sprachkompetenz schulen, demnächst wieder hier im Blog!
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