Der 30. September ist internationaler Tag des Übersetzers

Nachdem alle Sprachbegeisterten erst vor knapp zwei Wochen den „International Talk Like A Pirate Day“ begehen konnten, gibt es heute schon wieder Grund zu feiern: Der 30. September ist nämlich der internationale Übersetzertag.

Gewählt wurde dieses Datum vom internationalen Berufsverband der Übersetzer FIT in Erinnerung an den Gelehrten und Heiligen Hieronymus – ein wahres Sprachen-As, und als Übersetzer des alten und neuen Testaments aus dem Griechischen und Hebräischen ins Lateinische der Schutzpatron unserer Zunft. Der 30. September ist sein Todestag und auch der Namenstag.

Der internationale Übersetzertag soll die Arbeit des Übersetzer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. So finden auch in Deutschland heute in zahlreichen Städten informative und interessante Veranstaltungen rund um das Thema statt. Eine Übersicht gibt es hier.

Wir grüßen an dieser Stelle alle Kollegen aus der Branche – natürlich nicht nur Übersetzer, sondern auch alle Dolmetscher, Lektoren, Texter, Lokalisierer und Projektmanager (und /-innen, versteht sich von selbst) und wünschen einen schönen Tag!

 

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„Mode ist so unerträglich hässlich,

dass wir sie alle Halbjahre ändern müssen.“ Oscar Wilde

Auch wenn wir diesem Bonmot nicht vollumfänglich zustimmen mögen – ein sehr anschauliches Beispiel für die Schnelllebigkeit der Mode (und nebenbei für gelungenes Virales Marketing) liefert dieser Clip. Gedreht für die Neueröffnung des Westfield Shopping Center in Stratford, Greater London.

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COOL BRITANNIA – RULE BRITANNIA Folge 1: Britcoms – Ricky Gervais und Stephen Merchant

Großbritannien hat uns nicht nur in den Bereichen Mode, Coolness und Lifestyle einiges voraus, sondern vor allem in puncto Humor – nicht umsonst ist dieser legendär. Wo der deutsche Humor bemüht und plump ist und nur wenig Überraschungsmomente bietet, ist der britische Humor makaber, politisch inkorrekt und voller Sprachwitz. Sicherlich treffen Britcoms wie Little Britain, Black Books oder die IT Crowd nicht jedermanns Geschmack, über jeden Zweifel erhaben jedoch sollten mittlerweile Ricky Gervais und Stephen Merchant sein, die sich in den letzten 10 Jahren zu Recht den Ruf als Comedy-Genies erarbeitet haben.

Gervais und Merchant zeichnen für Drehbuch und Regie von „The Office“ verantwortlich und begründeten mit dessen Realisierung gleich ein neues Genre – die Fake-Documentary, auch Mockumentary genannt. Den deutschen Zuschauern dürfte die hiesige Version von „The Office“, „Stromberg“ bekannt sein, die aber – wie so oft – nicht an das Original heranreicht. Gervais und Merchant sind feine Beobachter menschlicher Schwächen und Abgründe, im deutschsprachigen Raum vielleicht am ehesten mit Vicco von Bülow vergleichbar.

The Office

Englische Provinz, Papierbranche. David Brent, ein gnadenlos an Selbstüberschätzung leidender Regionalleiter, versucht fortwährend, sich bei seinen Mitarbeitern beliebt zu machen, ist dabei aber in seiner Selbstwahrnehmung so begrenzt und erreicht einzig das Gegenteil. Kein Fettnäpfchen wird ausgelassen, verbale Entgleisungen, unbeabsichtigte sexistische, rassistische oder andere politisch inkorrekte Bemerkungen sind an der Tagesordnung. Hilarious! („The Office“ wurde in 70 Länder verkauft und in sieben Ländern adaptiert. )

Extras

Das zweite Projekt der beiden Briten ist ebenso originell wie komisch. Im Mittelpunkt stehen hier Statisten an Theater- und Filmsets. Andy Millman (Gervais), vertreten durch seinen unterirdisch schlechten, halbtags als Handy-Verkäufer tätigen Agenten Derek Lamb (Merchant), durchlebt die Höhen und Tiefen der Branche. Dabei sind Auftritte bekannter Stars, an deren jeweiligen Filmsets Andy Millman als Extra arbeitet, der Clou. Schauspieler wie Robert De Niro, Kate Winslet oder David Bowie spielen entgegen ihres sonstigen Image und beweisen mit ihren Auftritten Humor und Selbstironie. So outet sich beispielsweise Orlando Bloom als eitler Schönling, der in Jonny Depp seinen größten Konkurrenten sieht, Daniel Radcliffe als sexuell unausgeglichenes Muttersöhnchen und Clive Owen als arroganter Sexist. Besonders lustig ist George Michaels Auftritt, mit dem er seine eigene Sex-in-öffentlichen-Toiletten-Historie aufs Korn nimmt. Wie schon bei The Office gehen Gervais und Kollegen auch bei Extras wieder bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Die Figuren leisten sich Peinlichkeiten, die den Zuschauer innerlich zusammenzucken lassen – und immer, wenn man denkt, die Fremdscham könne nicht mehr größer werden, geben sie sich die nächste Blöße.

Life’s too short

Gervais und Merchants dritte Serie „Life’s too short“ wird demnächst auf BBC2 ausgestrahlt. Auch die Freude auf Smerchs (wie er von seinen Fans genannt wird) baldige erste Stand-up-Tournee in Großbritannien ist groß.

Es ist ebenso schade wie verwunderlich, dass es UK-Serien so schwer in Deutschland haben. US-amerikanische schaffen es zumeist öfter – und sei es auch nur als importierte DVD-Box – ins heimische Wohnzimmer. Für uns als Untertitel-Übersetzer wäre es natürlich ein Traum, einmal eine Britcom wie Extras, the Office oder Life’s too short übersetzen zu dürfen – Anfragen der BBC sind also herzlich willkommen! (Die von HBO, AMC, ABC usw. allerdings auch.)

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Voguepedia – endlich!

Da schlägt das Herz jedes Fashion-Lovers höher. Voguepedia, im Juli 2011 gelauncht, ist eine Online-Enzyklopädie, die Informationen über Designer, Models, Marken, Beauty und wichtige Trendsetter bietet. Übrigens ein Gemeinschaftsprojekt von Wikipedia und Vogue. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Datenbank noch erweitert wird und wirklich als Nachschlagewerk dienen kann. Schön wären für uns Mode-Übersetzer natürlich auch Rubriken wie Modestile und -formen usw. Auf jeden Fall eine spannende Sache, die wir bei SATZGEWINN mit großem Interesse weiterverfolgen werden.

 

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Reality Check

Als Übersetzer und Lektor ist man ja praktisch zu Pedanterie gehalten – und wenn man eine Woche intensivsten Korrekturlesens hinter sich gebracht hat, neigt man unter Umständen dazu, nur noch Deppenapostrophe, falsche Konjunktive und was nicht alles zu sehen. Und den Blick dafür zu verlieren, dass so mancher Text trotz kleinerer Makel einfach schön ist. Gut, dass es Leute gibt wie Stephen Fry, die einem dann den Kopf wieder zurechtrücken.

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Übersetzungsfehler

Wohl wenige Tätigkeiten sind so fehleranfällig wie das Übersetzen. Selbst an so richtig guten Tagen, an denen man sich auf der Höhe seiner kreativen und stilistischen Kräfte wähnt und die Finger zielsicher immer die richtigen Tasten treffen, können immer noch eine Menge Dinge schiefgehen. In Eile übernimmt man dann vielleicht eine nicht ganz stimmige Vorübersetzung, vergisst, dass der aktuelle Kunde ganz andere Kopplungs- oder Anführungszeichenregeln wünscht als der letzte, oder sitzt schlichtweg einem komplett verunglückten Ausgangstext auf.

Ebenso zahllos wie die Fallstricke beim Übersetzen sind die Internetseiten, die sich über Übersetzungsfehler lustig machen. Das Internet ist voll davon. Und dass der Google-Übersetzer, so beängstigend-rasant seine Entwicklung manchem scheinen mag, bisher in erster Linie mit seinen Beatboxing-Fähigkeiten begeistert, dürfte sich auch schon herumgesprochen haben. Das vielbeschworene 4-Augen-Prinzip ist für eine gute Übersetzung deshalb Pflicht. Und rettet natürlich auch uns immer wieder vor Fehlern. In Zukunft wird in diesem Blog sicher noch das ein oder andere Mal von lustigen (Übersetzungs)fehlern à la „Die Maschine muss von Hans bedient werden“ zu lesen sein.

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Kurz gewundert

Business-Denglisch ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr, müssen sich die Übersetzer der Synchronisation von American Psycho gedacht haben. Und haben Account konsequent mit Konto übersetzt. „Er hat das GoldmanSachs-Konto an Land gezogen und betreut außerdem das MercedesBenz-Konto. Ich glaub, ich bring ihn um.“ Oder so ähnlich.

 

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Lektorat & Korrektorat – was ist der Unterschied?

Die Unterscheidung zwischen Lektorat und Korrektorat sorgt bei unseren Kunden gelegentlich für fragende Gesichter. Die eher an das Verlagswesen angelehnten Wikipedia-Definitionen bringen hier nur bedingt Klärung. Fällt dem Lektor im Verlag neben vielen anderen Aufgaben die Beurteilung, ob ein Text zur Veröffentlichung in Frage kommt, zu, ist das in unserem Fall natürlich eher unwichtig – wir übersetzen oder korrekturlesen das, was der Kunde möchte.

Der Unterschied, den wir zwischen Lektorat und Korrektorat ziehen, bezieht sich vielmehr auf die Gründlichkeit. Korrektorat meint, wir lesen Ihre Texte (oder Übersetzungen) auf Orthographie- und Grammatikfehler sowie stilistische Fehler gegen. Beim Lektorat setzen wir uns darüber hinaus auch intensiv mit dem Inhalt auseinander. Natürlich sind die Grenzen oft fließend, und wenn wir beim Korrektorat einmal auf extreme Ungereimtheiten im Inhalt stoßen, merken wir das auch an. Grundsätzlich gilt aber, dass das Lektorat zeit- und arbeitsintensiver ist.

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Alles neu macht der Mai – manchmal schon im April

Neu  ist nicht nur unsere umgestaltete Website, die nun noch benutzerfreundlicher ist, sondern auch einiges mehr. Ab sofort bloggen wir und möchten unsere Kunden und interessierte Leser mit lustig Anekdotischem (oft genug auch Erstaunlichem) aus unserem Berufsalltag unterhalten. Gleichzeitig wollen wir auch auf häufig gestellte Fragen eingehen und diese hier beantworten und uns Berichtenswertem aus unseren Fachgebieten widmen.

Mehr Neuigkeiten folgen…

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